Botox – Muskelentspannung mit Lerneffekt

Die zarte Haut in unserem Gesicht folgt unseren Muskelanspannungen. Wir kneifen die Augen zusammen, ziehen die Stirn hoch, die Augenbrauen in die Mitte und die Mundwinkel herunter. Meist alles ganz unbewusst und am Abend ist die Haut zerknittert – wie unser Hemd auch.

In jungen Jahren entspannt sich die Haut über Nacht, aber leider verliert sich diese Eigenschaft mit den Jahren und die Falten von Anstrengung, Krisen und eben dem Leben bleiben uns erhalten.

Wir sind verspannt – unbewusst. Wir sitzen stundenlang, arbeiten, konzentrieren uns und tragen vielleicht unsere Brille nicht. Von unseren verspannten Muskeln bekommen wir dafür die Quittung. Für die schmerzenden Muskeln an Rücken und Nacken gehen wir zur Massage, machen Yoga und Entspannungsbäder.

Botox hat zuweilen einen schlechten Ruf, allerdings, wenn man genauer hinsieht, kommt es auf die Dosis an.

Medizinisch wird eine Botulinumtoxinbehandlung vielfältig eingesetzt. So auch bei Kindern mit einer spastischen Erkrankung. Botulinumtoxin wird gegen diese Muskelspastik gespritzt und im Allgemeinen in einer Menge, die weit über der in der Ästhetik üblicherweise eingesetzten liegt. Selbstverständlich lässt auch hier die Wirkung des Toxins wieder nach, aber es kann den Kindern helfen zu lernen ihre Bewegungen zu kontrollieren und damit eine Verbesserung zu erreichen.

Und genau dies ist auch für die Anspannung im Gesicht möglich. Durch das Bewusstwerden und Hinspüren kann genau dieser Lerneffekt einsetzen. Außerdem kann sich die Haut in der Zwischenzeit entspannen und damit – ganz oder teilweise – entknittern.